Aktuelle Ausgabe: Jahrgang 61, Nr. 35, 04. September 2010
Krieg in Afghanistan wird härter
US-Geheimdokumente im Internet: Araber, Usbeken, Tschetschenen und Uiguren kämpfen gegen Bundeswehr
Washington/Kabul – 92000 über das Internet öffentlich gewordene US-Geheimberichte zeichnen ein düsteres Bild vom Krieg in Afghanistan. Die Kämpfe werden heftiger, auch im nordafghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr.
Schon seit 2005 sind in Nordafghanistan ausländische Taliban- und Al-Kaida-Terroristen aktiv – Araber, Usbeken, Tschetschenen und chinesische Uiguren. Die Terroristen zahlen der lokalen Bevölkerung Geld, wenn sie Angriffe auf Nato-Soldaten durchführen oder Bomben legen. Auf Zivilisten nehmen die Terroristen dennoch keine Rücksicht: Mindestens 7000 Afghanen kamen in den vergangenen fünf Jahren durch Taliban-Bomben ums Leben.
Immerhin: Den Berichten zufolge haben Bundeswehrsoldaten keine bislang unbekannten zivilen Opfer verursacht. Brisantes Detail: Offenbar unterstützt der pakistanische Geheimdienst die Taliban routinemäßig und in großem Stil.
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